SpeedSummit – Die größte Speed-Messe Europas?

SpeedSummit – Europe's biggest Speed Conference?

„Viele Wege führen nach Rom.“ Das ist nicht nur eine Beobachtung aus dem alltäglichen Leben, sondern auch die Devise im Training vieler Sportarten. Ganz genau genommen fokussieren wir uns heute auf das Schnelligkeitstraining; unser Gast ist der langjährige Sprinttrainer und SpeedSummit-Gründer Thomas Czarnetzki.

Maximale Geschwindigkeit ist eine Kernfähigkeit – nicht nur in der Leichtathletik, sondern in fast jeder Sportart. Egal ob im Fußball, Handball, Volleyball, American Football, Radfahren, Tennis oder Golf – wer in kurzer Zeit höchstmöglichen Speed generieren kann, ist im Vorteil. Also warum kombinieren wir nicht unser Wissen aus all diesen Sportarten? Genau deswegen hat Thomas den SpeedSummit ins Leben gerufen.

Der große SpeedSummit findet jedes Jahr im Oktober in der Helmut-Körnig-Halle in Dortmund statt. Trainer, Athleten und Wissenschaftler sind hier immer herzlich eingeladen. Die Resonanz ist mehr als vielversprechend. Aktuelle Speaker waren Prof. Dr. Raunser vom Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Andreas Behm – der US Olympic Track Coach of the Year von 2012 – und Viola Kleiser, Nationaltrainerin für 400 m Hürden aus Österreich. Die Vision ist es, die gefragteste Speed-Messe Europas zu werden.

Die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Athleten über 400/800 m lässt zu wünschen übrig. Liegt das am fehlenden Speed? Diese Frage ist fast philosophischer Natur und soll in Zukunft näher beleuchtet werden. Was wir aber beobachten, ist eine erfolgreiche Frauen-Sprintstaffel und zwei neue deutsche Rekorde über 100 und 200 m von Owen Ansah und Joshua Hartmann. Das beweist, dass das Sprinttraining der Top-Coaches eine Wirkung zeigt. Auf der anderen Seite stehen die altehrwürdigen Praktiken vieler engagierter, ehrenamtlicher und nebenberuflicher Trainer.

Wer sagt denn, dass man pro 10 m Strecke immer eine Minute Pause machen soll? Ohne diese Daumenregel anfechten zu wollen – sie zeichnet ein klares Bild. Der Großteil des Trainings basiert auf Daumenregeln. Diese abstrahieren zwar im Optimalfall wissenschaftliche Erkenntnisse, stehen aber einer Weiterentwicklung im Wege, weil sie den biologischen Grund für eine Trainingspraktik verschleiern. Ein breiter Austausch und Weiterbildung birgt hier enormes Verbesserungspotenzial für den Speed im ganzen DACH-Raum.

Auch darüber hinaus: Die Leichtathletik in Deutschland wird sich deutlich weiterentwickeln – und weiterentwickeln müssen. Das betrifft nicht nur die Trainingssteuerung durch vermehrte Messungen von Parametern sowie deren Interpretation und Verbesserung mittels künstlicher Intelligenz, sondern auch die Strukturierung der Vereinslandschaft. Rein ehrenamtliche, nicht-profitable Geschäftsmodelle werden langfristig keinen Erfolg mehr haben können. Fußball, Radsport, Basketball und Handball machen es hierzulande vor. Professionelles Marketing zusammen mit zahlungskräftigen Sponsoren bringt Profi-Teams an die Weltspitze. Warum nicht in der Leichtathletik? Bis dahin sind es wir – die engagierten Trainer, Athleten, Angehörigen und Unternehmer –, die diesen Sport mit Stolz tragen und nach vorne bringen.

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Lasse Thilo Albert Funck

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